Quelle 4 - Piepenpal
Wichtige Hinweise
Standort:
Ortsmitte Huy Neinstedt
Richtung Athenstedt
Zugang:
öffentlich
Transfermöglichkeiten:
Halberstadt - Schwanebeck - Dingelstedt - Badersleben (Bus 222)
Wasserqualität:
Trinkwasserqualität - Wasserentnahme möglich
Karten / Lageplan
Geschichte des Quelle
Der Quellort der schon seit alters her von der Einwohnern genutzten Quelle lag früher oberhalb der jetzigen Stelle. Erst nach der Verlegung weiter in den Ort gegen Ende des 19. Jahrhunderts und der Ummauerung sowie dem Aufsatz eines Auslaufs in Form eines gusseisernen Pumpengehäuses erhielt die Quelle ihr heutiges Aussehen. Der Name nimmt Bezug auf dieses Aussehen einer umgedrehten (Tabaks)-Pfeife an einem Pfahl, wozu wir aber die plattdeutsche Sprache bemühen müssen, die damals allenthalben von der Landbevölkerung gesprochen wurde:
Piep = Pfeife
Pahl = Pfahl, Mast
Piepenpahl = Pfeifenpfahl, Pfahlpfeife
Aus der Chronik
Piepenpal heißt nur die Auslaufröhre, das Gewässer heißt Badeborn und zieht sich mit seinem kleinen Bache, Badeborn genannt, der unter dem hochgelegenen Pfarrgarten entspringt, in das nördliche Tal hinab. An der südlichen Spitze des Dorfes, dicht unter dem Walde, noch auf dem Berge, wo sich das von dem über ihm liegenden Huy-berge bei starken Regengüssen herabstürzende Wasser gleichsam wie ein Hafen sammelt, daher Hafengrund benannt, ragt die Kirche in dem noch zum Hafengrund gehörenden Gottesacker, welcher mit einer Mauer umfriedet ist. Östlich von demselben ist die Pfarre gebaut. Der durch das Dorf rinnende Badeborn sammelt sich unterhalb des Backhauses in einem Teiche, welcher 1822 angelegt ist. Dieser Teich mit Fischen besetzt. Die Fische in dem selben sind wohlschmeckend, besonders die Karpfen. Der Badeborn vereinigt sich dann nahe unter ihm mit dem kleinen Eurenbek und geht östlich hinaus, wo er sich bei der Kuckucks-Mühle, ¼ Stunde vom Dorfe, mit einem anderen, in der sogenannten Hölle bei dem (Kellerey) Meerfelde, dem ehemaligen Kloster Huysburg gehörigen Teiche entspringenden Quellbach verbindet und die berühmte oberschlächtige Mahlmühle treibt, dann aber in vielen Krümmungen, wie ein Mäander, nach Anderbeck fließt. Quelle: Ortschronik
Quellen / Literatur
- Dr. Martin Hentrich
- Die Quellen des Huy; Kunze, Müller, Wegewitz; 1999
- Ortschronik



